Personal ist die wertvollste und wichtigste Ressource in unserer Verwaltung. Insgesamt arbeiten rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich unserer Auszubildenden in unterschiedlichen Aufgabenfeldern bei der Landkreisverwaltung. Unser gut ausgebildetes und engagiertes Personal sorgt für eine bürgernahe, effiziente und kostenorientierte Aufgabenwahrnehmung.
Als Querschnittsamt kümmert sich das Personalamt neben der Bearbeitung der Personalangelegenheiten insbesondere auch um die Personalaquise, die Ausbildung, die Gehaltsabrechnung, die Personalentwicklung, das betriebliche Gesundheitsmanagement und vieles mehr.
Unser Foto zeigt die Auszubildenden und Studierenden zusammen mit ihren Ausbildungsleiterinnen Jessica Bertsch (vorne links) und Saskia Fröscher (vorne rechts), Personalamtsleiterin Lucia Schapke (vorne Mitte) sowie Landrat Keckeisen (dritte Reihe, vierter von links) und Dezernent Michael Kah (letzte Reihe, zweiter von links).
Landrat Christoph Keckeisen hieß die neuen Auszubildenden und Studierenden herzlich willkommen. Für ihn ist der Start im Landratsamt eine besondere Chance, sich für unsere Region einzubringen: „Sie haben sich sicher gut überlegt, wo Sie diesen wichtigen und prägenden Lebensabschnitt verbringen möchten. Unsere Aufgabe ist es jetzt, Ihnen zu zeigen, dass Ihre Entscheidung für den Landkreis eine gute Entscheidung war.“
Denn der Landkreis sei weit mehr als Kfz-Zulassung, Führerschein, Abfall oder ÖPNV. „Wir sind eine Behörde für fast alle Lebenslagen“, sagte Keckeisen. Gerade deshalb lohne es sich, während der Ausbildung möglichst viele Fachämter kennenzulernen. „Nutzen Sie die Chance, in Bereiche hineinzuschauen, an die Sie heute vielleicht noch gar nicht denken.“
Wie vielfältig die Aufgaben einer Kreisverwaltung sind, zeigt auch der Blick auf die Ausbildungsberufe. Im ersten Lehrjahr beginnen in diesem Jahr Verwaltungsfachangestellte, eine Vermessungstechnikerin, Straßenwärter sowie Studierende der Studiengänge Bachelor of Arts – Public Management und Bachelor of Arts – Soziale Arbeit ihre Ausbildung beziehungsweise ihr Studium beim Landkreis.
Personalamtsleiterin Lucia Schapke, die selbst seit 1995 beim Landratsamt arbeitet und dabei verschiedene Stationen von Sozialamt und Asylbereich über Kämmerei bis zum Personalamt durchlaufen hat, sprach den Nachwuchskräften Mut für den Start zu: „Wir sind genauso gespannt auf Sie wie Sie auf uns“, sagte sie.
Insgesamt 43 junge Menschen bereitet der Landkreis derzeit in drei Ausbildungsjahrgängen auf das Berufsleben vor. Hinzu kommen zahlreiche Praktikantinnen und Praktikanten sowie junge Menschen im Freiwilligendienst. Für den Landkreis ist die Ausbildung ein wichtiger Baustein, um auch künftig qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen.
Dabei gehe es nicht nur darum, fachliches Wissen zu vermitteln. Die jungen Menschen sollen auch erleben, welchen Beitrag ihre Arbeit für die Gesellschaft leistet. Ob soziale Teilhabe, Infrastruktur oder Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger: „Sie werden an Ihren Aufgaben wachsen“, so Schapke.
Gleichzeitig erwartet der Landkreis von seinen Nachwuchskräften nicht, alles so zu machen, wie es schon immer gemacht wurde. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Formen der Zusammenarbeit verändern auch die Verwaltung. „Bringen Sie Ihre Ideen ein und hinterfragen Sie bisherige Dinge“, ermunterte Lucia Schapke die jungen Menschen. Wissbegierde, Lernbereitschaft, Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Miteinander seien dabei wichtige Voraussetzungen.
Zur Wahl standen zwei Kandidaten: Frank Bonath, Diplom-Volkswirt und FDP-Landtagsabgeordneter aus Villingen-Schwenningen, sowie Christoph Keckeisen, Erster Landesbeamter aus dem Bodenseekreis.
Beiden Kandidaten wurden für ihre persönliche Vorstellung jeweils 15 Minuten Redezeit eingeräumt. Neben den Kreisrätinnen und Kreisräten verfolgten mehr als 100 Interessierte im Zuschauerraum die Reden. Bonath setzte Schwerpunkte bei starken Kommunen und einer starken Wirtschaft, bei Finanzen und einer modernen Verwaltung. Keckeisen legte den Fokus auf gesunde Finanzen, Bildung, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie eine krisenfeste Daseinsvorsorge.
Die Möglichkeit, Fragen an die beiden Kandidaten zu stellen, wurde vom Kreistag in der Rottweiler Stadthalle nicht genutzt. Stattdessen leitete Dr. Michel zügig zur geheimen Wahl über – mit einem klaren Ergebnis: Christoph Keckeisen erhielt 39 Stimmen, auf seinen Mitbewerber Bonath entfielen vier Stimmen.
In seinem Grußwort an den Kreistag zeigte sich Christoph Keckeisen sichtlich bewegt: Mit einem solch eindeutigen Votum habe er nicht gerechnet. Neben dem Dank an das Gremium für das entgegengebrachte Vertrauen richtete er auch anerkennende Worte an seinen Mitbewerber Frank Bonath. Zudem dankte er seiner Frau und seiner Familie, „die mir ein großer Rückhalt sind“.
Er freue sich nun darauf, viele neue Menschen kennenzulernen, und sei sehr neugierig auf das Amt. „Ich freue mich auf alles, was da kommt!“, so Christoph Keckeisen.
Quelle: Landratsamt Rottweil | Andi Schmider
Bild von links nach rechts: Alexander Lange, Geschäftsführer, Benjamin Mauritz, Projektleitung, Architekt Hellmut Schiefer, (alle a+r Architekten), Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel sowie Erster Landesbeamter Hermann Kopp.
„Mit dem Spatenstich für das neue Landratsamt beginnen wir heute symbolisch den nächsten Abschnitt“, sagte Landrat Dr. Michel in seiner Ansprache. „Dieser Neubau setzt ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und verantwortungsvolles Handeln im öffentlichen Sektor.“
In einem Rückblick erinnerte Dr. Michel an den langen Weg zum Neubau. Bereits 2008 hatte es erste Überlegungen zu einem Neubau oder, alternativ, einer Erweiterung des bestehenden Verwaltungsgebäudes gegeben. Nach intensiver Prüfung war 2019 die Entscheidung gefallen, das alte Hochhaus und den Rundling zurückzubauen und an gleicher Stelle einen modernen Hauptstandort zu errichten.
2024 hatte der Kreistag den Baubeschluss gefasst, noch im Sommer desselben Jahres zogen die im Hochhaus beheimateten Ämter in vorübergehende Dienststellen um. Von Oktober 2024 bis Juli 2025 wurden die alten Gebäude schrittweise zurückgebaut. Nun geht es Schritt für Schritt nach oben.
Der Neubau entsteht in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise nach KfW-40-Standard. Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Eisspeichertechnik soll der Energieverbrauch um rund 60 Prozent gesenkt werden. Ziel ist die Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB).
Mit seiner Holzfassade, offenen Grundrissen und lichtdurchfluteten Räumen soll das neue Landratsamt Transparenz, Wohlbefinden und Qualität ausstrahlen. Drei Regelgeschosse sowie eine vierte Ebene mit Cafeteria, Sitzungssaal und Dachgarten schaffen Raum für effiziente Abläufe, Begegnung und moderne Arbeitswelten. Das Drei-Zonen-Prinzip sorgt dabei für Sicherheit und Datenschutz – bei gleichzeitiger Bürgernähe: Im Erdgeschoss entstehen serviceorientierte Bereiche mit direktem Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.
„Auch und gerade in finanziell schwierigen Zeiten kann dieses Projekt einen positiven Impuls für unsere Region geben“, betonte Dr. Michel mit Blick auf die veranschlagten Baukosten von rund 78 Millionen Euro inklusive Rückbau und Baugrube.
Zum Abschluss seiner Rede dankte der Landrat allen Beteiligten: „Mein herzlicher Dank gilt den Entscheidungsträgern, den Planern, den Fachleuten und den vielen Engagierten im Hintergrund. Danke für Ihre Arbeit, Ihre Geduld und Ihren langen Atem.“
Der neue Eingang befindet sich ab Montag genau auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes, wie im angehängten Lageplan eingezeichnet.
Die neuen Azubis mit (von rechts) dem stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Ralph Pusch, Dezernent Michael Kah sowie den Ausbildungsleiterinnen Anna Mattes und Jessica Bertsch.
Die ersten Tage der „Neuen“ im Landratsamt waren, neben den üblichen Regularien, mit einem unterhaltsamen Programm gefüllt. Dazu gehörte auch die offizielle Begrüßungsrunde durch Dezernent Michael Kah, Ralph Pusch als Vertreter des Personalrats und Ausbildungsleiterin Jessica Bertsch. Sie ermutigte die neuen Mitarbeitenden zur Eigeninitiative: „Bringen Sie Ihre Ideen mit ein und gestalten Sie Ihre Ausbildung selbst mit!“ Ralph Pusch betonte, dass die vielfältige Ausbildung den Auszubildenden viele Türen fürs Berufsleben öffnen werde. „Der frische Wind, den Sie mitbringen, wird uns gut tun“ so Pusch.
Wie sich die Ausbildung beim Landratsamt in der Praxis gestaltet, erfuhren die Auszubildenden und Studierendend dann von ihren „Vorgängern“ – den Azubis im zweiten Lehrjahr, die ihren Alltag und ihre Aufgaben schilderten. Wie verschieden sich diese Berufe gestalten, zeigt ein Blick auf die Liste der diesjährigen Ausbildungsberufe beim Landratsamt: Verwaltungsfachangestellte, Vermessungstechniker und -technikerinnen, ein Fachinformatiker, ein Straßenwärter, Bachelor of Arts – Public Management, Bachelor of Arts – Digitales Verwaltungsmanagement, Bachelor of Arts – Sozialwirtschaft, Bachelor of Arts – Soziale Arbeit, Bachelor of Engineering – Öffentliches Bauen.
Damit das Kennenlernen und Netzwerken etwas leichter fällt, stand außerdem ein besonderer Programmpunkt an: Die neuen Azubis sowie ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem zweiten Lehrjahr waren gemeinsam mit den Ausbilderinnen beim Lasertag in Villingen-Schwenningen.
Eine Schnitzeljagd durchs Landratsamt, ein Kochkurs unter dem Titel „Gesundes Essen“ im Landwirtschaftsamt und ein gemeinsames Frühstück rundeten die Einführungswoche ab.
Die Jubilare: Für 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt Katharina Bantle, Raissa Duttenhöfer, Jana Blöchle, Sabine Berndt, Annemarie Müller, Michael Schrode, Veronika Ascher, Monica Kirschbaum und Iris Staiger-Lajtman. Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt Sybille Ruf, Alfred Frech, Dietmar Breil, Oliver Link, Michael Schneider, Volker Broghammer, Dagmar Kohler und Landrat Wolf-Rüdiger Michel.
Bei seiner Ansprache ging der Dank des Landrats an alle Mitarbeitenden, die seit mehr als zweieinhalb oder sogar vier Jahrzehnten im öffentlichen Dienst tätig sind. Wer 25 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, erhält eine Urkunde mit der Unterschrift des Dienstherrn, also des Landrats – bei den 40-ern unterschreibt der Ministerpräsident. Seine eigene Urkunde hatte Landrat Dr. Michel bereits zuvor von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer persönlich entgegennehmen dürfen.
„Bei den Ruheständlern möchte ich zwei Persönlichkeiten ganz besonders verabschieden“, so Michel. Beide seien seit vielen Jahren im Personalrat engagiert, und beide werden nun das Landratsamt verlassen. Jeanette Aberle, die stellvertretende Personalratsvorsitzende, geht zum Jahresende. „Frau Aberle ist ein echtes Urgestein hier bei uns, und ich bin sehr dankbar, dass sie die Altersgrenze hinausgeschoben und uns ein paar Monate länger die Treue gehalten hat“ sagte der Landrat. In Zeiten des Fachkräftemangels sei dies extrem wertvoll.
In den Ruhestand wurden verabschiedet: Irmgard Weisser, Sybille Ruf, Thomas Alf, Ulrich-Martin Wieland, Thomas Zihsler, Elvira Roth, Heidi Meixner, Alfred Schaumann, Dieter Lehmann, Thomas Seeger, Karl Rivinius, Susanne Bister, Beate Müller, Egon Bantle, Wilhelm Burgbacher, Birgit Grunwald, Horst Rapp, Thomas Hugger, Luise Kaupp, Jeannette Aberle und Harald Digeser.
Harald Digeser, Personalratsvorsitzender, wird das Landratsamt Ende Januar 2024 verlassen. Vor 45 Jahren, so führte Dr. Michel aus, habe Digeser seine hier im Landratsamt seine Tätigkeit im öffentlichen Dienst aufgenommen und mit der Verwaltungsreform im Jahr 2005 sei er dann zum Landratsamt Rottweil gewechselt. In den vielen Jahren seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Personalrats habe er stets im Interesse der Beschäftigten nach vernünftigen und machbaren Lösungen gesucht. „Ich habe gerne mit Ihnen zusammengearbeitet und schätze Sie persönlich sehr. Dass Sie nach 45 Arbeitsjahren jetzt Ihren Ruhestand antreten möchten, kann ich gut verstehen.“
Harald Digeser trat als nächster ans Rednerpult – zu seiner letzten Rede bei einer Jubilarfeier des Landratsamtes. Sein Motto „fasse dich kurz“ habe früher in jeder Telefonzelle gehangen, und wenn er in die Runde schaue, „sehe ich einige, die sich daran sicherlich noch erinnern“. Generell habe sich die Situation seit seinem Berufseinstieg und dem der anwesenden Kolleginnen und Kollegen vollkommen geändert, die letzten Jahre hätten neben der Digitalisierung eine Gesetzes- und Vorschriftenflut mich sich gebracht, die auch im Landratsamt immer mehr Spezialisierung erfordere und die Halbwertszeit des Wissens immer kleiner werden lasse.
Er machte den Jubilaren und Jubilarinnen Mut, die eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen und neue Anstöße positiv aufzunehmen. Digeser sprach ihnen, im Namen des gesamten Personalrats, Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit aus. „Den Ruheständlern wünschte er „viele gesunde Jahre, Humor und Gelassenheit“.
Michael Kah leitet derzeit den Bereich Zentrale Steuerung und Service in Geislingen an der Steige. Mit dieser Funktion ist sowohl die Leitung des Hauptamtes als auch das Amt des Stadtkämmerers verbunden, zusätzlich die Verantwortung für das Personalamt und die IT sowie für den Bereich Gremienarbeit und Repräsentanz. Zuvor war er in Birkenfeld in Rheinland-Pfalz als Verwaltungsleiter tätig. Michael Kah hat Jura studiert und ist Diplom-Verwaltungswirt (FH).
Der Aufgabenbereich der Dezernatsleitung 1 im Landratsamt Rottweil umfasst insgesamt fünf Ämter: Das Amt für Finanzen mit dem gesamten Haushalts-, Finanz- und Steuerwesen sowie das Amt für Digitalisierung und Organisation, wo die Themen IT, Digitalisierung, Organisation und Zentrale Dienste gebündelt werden. Außerdem das Amt für Schule und Bauen, das einerseits Schulträger für die beruflichen Schulen, Fachschulen und Sonderschulen ist, andererseits alle Unterhalts- und Baumaßnahmen an den kreiseigenen Gebäuden plant, koordiniert und abwickelt. Teil des Dezernat 1 sind darüber hinaus das Personalamt sowie das Straßenbauamt.
Gerald Kramer verantwortet diese Bereiche als Dezernatsleiter und Kreiskämmerer seit 2006. Im April nächsten Jahres beendet er nach 40 Jahren Tätigkeit im Landratsamt Rottweil seine aktive Dienstzeit.
Die "Neuen" im Landratsamt mit dem Ersten Landesbeamten Hermann Kopp (ganz links), Ausbildungsleiterin Jessica Bertsch (rechts) und ihrer Stellvertreterin Anna Mattes (zweite von rechts).
------------------------------------------------
Begrüßt wurden die Neulinge im Landratsamt Rottweil vom Ersten Landesbeamten Hermann Kopp, der Ausbildungsleiterin Jessica Bertsch und ihrer Stellvertreterin Anna Mattes. „Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu Ihrer Entscheidung, zu uns ins Landratsamt zu kommen“ sagte Hermann Kopp. Der öffentliche Dienst biete ein so breites Spektrum verschiedenster Arbeitsfelder wie kaum ein anderer Bereich.
Dazu gehöre auch der Weg in die digitale Zukunft der Verwaltung und in eine veränderte Arbeitswelt: „Wir planen momentan ein neues Landratsamts-Gebäude, in dem Sie später eine hochmoderne Arbeitsumgebung erwartet.“ Dieser positive Blick in die Zukunft gilt laut Hermann Kopp auch für die späteren Berufsaussichten: „Wir sind schon mitten im Generationswechsel in unserem Landratsamt, so dass Sie beste Aussichten haben, nach der Ausbildung oder dem Studium in dem Bereich einen Job zu bekommen, den Sie sich wünschen“.
Der berufliche Nachwuchs für das Landratsamt wird in verschiedenen Berufsbildern bzw. Studiengängen ausgebildet. Fünf Azubis absolvieren eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, zwei Azubis werden Vermessungstechniker. Die Studiengänge Bachelor of Arts Public Management und Bachelor of Arts Soziale Arbeit wurden von je zwei Studierenden gewählt, die studienbegleitende Beschäftigung Vermessung absolvieren ebenfalls zwei Personen.
Um den „Neulingen“ die Ankunft im Landratsamt zu erleichtern, hatten die Verwaltungsfachangestellten-Azubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr eine Rallye durch die Abteilungen organisiert. Außerdem wurden die Azubis gefragt, warum sie sich für den jeweils gewählten Beruf entschieden haben. In den meisten Fällen war es tatsächlich die Menge der Möglichkeiten, die sich nach dem Abschluss bietet und die Abwechslung bei den Themen.
Bei einem jungen Mann hatte ein vorher absolviertes Praktikum den Ausschlag gegeben. Und eine andere Auszubildende, die bereits im Landratsamt an anderer Stelle tätig ist, hat die Entscheidung zu einer Ausbildung im öffentlichen Dienst so begründet: „Ich habe in den letzten Jahren gesehen, wie viel Spaß Verwaltung macht, jetzt möchte ich diesen Beruf von Grund auf lernen.“
„Was macht eigentlich ein Landratsamt?“ ist der Titel eines Films, mit dem der Landkreistag Baden-Württemberg auf lockere Weise einen Einblick in die Aufgaben der Landratsämter gibt. Dieser Film bildete den Auftakt der Feierstunde. Landrat Dr. Michel knüpfte in seiner Laudatio direkt daran an: „Die öffentliche Verwaltung und damit auch das Landratsamt sind für das öffentliche Leben von ganz besonderer Bedeutung und die Aufgaben für die Menschen in unserem Gemeinwesen unentbehrlich.“
Im Laufe der 40- bzw. 25-jährigen Mitarbeit im öffentlichen Dienst hätten sich die Jubilare einen großen Erfahrungsschatz erworben – allerdings nähmen die Anforderungen auch hier stetig zu. Dr. Michel: „Dafür sorgt schon der Gesetzgeber mit seiner regen Gesetzgebungstätigkeit“
Die Jubilare hätten sich im Laufe der Jahre immer wieder auf veränderte Aufgabenbereiche und Abläufe einstellen oder Prioritäten und Schwerpunkte anders setzen müssen. Vor knapp drei Jahren habe die Corona-Pandemie das Landratsamt in eine Ausnahmesituation katapultiert, im Februar 2022 verstärkte der Ukraine-Krieg den Krisenmodus. Insgesamt seien von allen Mitarbeitenden große Herausforderungen zu bewältigen gewesen. „Mit der nötigen Flexibilität und der Bereitschaft, immer dazuzulernen, ist Ihnen das bestens gelungen!“ so Dr. Michel. Für diesen Einsatz bedanke er sich ganz besonders: „Für mich als Landrat ist es eine große Beruhigung, ein gutes Team hinter mir zu wissen.“
Worte des Dankes richtete Landrat Dr. Michel auch an jene Mitarbeitenden, die in der Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet wurden. Sie hätten in ihrer aktiven Zeit das Geschehen in den unterschiedlichsten Funktionen und in vielfältigen Bereichen mitgestaltet und mitgeprägt. Wolf-Rüdiger Michel:
„Sie haben Ihre Aufgaben nicht nur übernommen, sondern bestens erfüllt!“
Neben dem persönlichen Dank ihres früheren Chefs begleiten die Jubilare auch beste Wünsche für eine erfüllte Zeit im Ruhestand.
Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit kamen auch vom Personalratsvorsitzenden Harald Digeser. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zeiten damals, als Sie ins Berufsleben eingestiegen sind, andere waren“ sagte Digeser. So nehme die Halbwertszeit des Wissen als auch der Gültigkeit der Gesetze und Vorschriften immer mehr ab, die Verwaltung habe sich mehr und mehr zu einem Dienstleister entwickelt, bei stetig steigenden Anforderungen für alle Kolleginnen und Kollegen. „Ich bedanke mich bei Ihnen allen für die langjährige Zusammenarbeit und die gemeinsam erreichten Erfolge“.
Die Jubilare
Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt:
Silvia Emminger, Hermann Kopp, Anne Hermann-Eisele, Martina Schuster, Nelly Edel, Bernd Hamann, Doris Hummel und Alexander Merkt.
Für 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt:
Marina Recec, Karin Scheuer, Jörg Fehrenbacher, Petra Flaig, Petra Lainer, Michael Gundel, Daniela Mager, Klaus Entress, Claudia Feifel, Claudia Malinger, und Markus Bantle.
Die Ruheständler
In den Ruhestand wurden verabschiedet:
Bernhard Rüth, Thomas Bippus, Rolf Fischer, Silvia Schuhmacher, Thomas Singer, Johanna Vaas, Roland Knobloch, Johannes Moch, Wolfgang Schwarz, Vera Bühler, Konrad Flegr, Bernd Hamann, Ulrich Buck, Klaus Flaith, Fritz Hetzel, Sabine Knittel und Ulrich Stoschek.
Zwölf Mitarbeitende, sechs Frauen und sechs Männer, haben nach einem Bewerbungsverfahren das Seminarprogramm im Rottweiler Landratsamt erfolgreich absolviert. Bei der Zertifikatsübergabe zum Abschluss des Programms gratulierten die Dezernenten des Landratsamtes und Landrat Dr. Michel.
Eine Arbeitswelt, die sich auch in der Verwaltung kontinuierlich verändere, erfordere von den Mitarbeitenden hohe Flexibilität und Lernbereitschaft. „Gerade von Führungskräften werden besonders breitgefächerte Kompetenzen erwartetet“ betonte der Landrat. In den nächsten Jahren, so Dr. Michel, „werden bei uns im Haus einige Leitungsstellen frei, bei denen sich auch Führungsnachwuchs aus dem Haus die Chance zur beruflichen Weiterentwicklung bieten kann!“ Der akute Bewerbermangel sei ein zusätzlicher Aspekt, „potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für Führungsstellen intern aufzubauen.“
Die in den letzten Jahren zunehmenden Krisensituationen hätten zudem aufgezeigt, wie wichtig es sei, ein besonderes Augenmerk auf die Kompetenzentwicklung von Führungskräften zu legen. Gerade bei den Tätigkeitsprofilen von Führungskräften sei nicht alleine die fachliche Ausrichtung wichtig – es müssten zum Teil neue Schwerpunkte erkannt und gesetzt werden, beispielweise bei der Planung, der Organisation und dem Einsatz von Personal.
Das Nachwuchsführungskräfteprogramm war im Frühjahr 2022 gestartet und hatte aus sieben Modulen mit praxisbezogenen Themen und unterschiedlichen Kommunikations- und Arbeitsmethoden bestanden. Landrat Dr. Michel dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre hohe Motivation und ihr überdurchschnittliches Engagement. Dr. Michel: „Ich möchte Sie ermutigen, nutzen Sie das Handwerkszeug, das Ihnen mit auf den Weg gegeben wurde!“
Unter anerkennenden Applaus aller Anwesenden wurden anschließend die Zertifikate überreicht an: Stefan Wiest, Petra Lainer, Christian Hageleit, Marco Sandmann, Melanie Maurer, Michael Gundel, Andreas Bihl, Madita Roos, Petra Peters, Manuel Köhle, Heidrun Albrecht (nicht auf dem Foto: Manuela Maier)