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Dienstleistung

Jugendgerichtshilfe

Jugendgerichtshilfe

Die Jugendgerichtshilfe hat ihre Wurzeln in der strafrechtlichen Sonderpostion jugendlicher und heranwachsender Straftäter und ist Aufgabe des Jugendamtes.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass Jugendkriminalität durch die Wechselwirkungen biologischer, psychologischer und soziologischer Faktoren zu erklären ist, ist die Jugendgerichtshilfe heute ein wichtiger Bestandteil des gesamten Jugendstrafverfahrens. Sie gibt den Jugendgerichten die erforderlichen Impulse und Hinweise, die diese zu einer persönlichkeitsgerechten Entscheidung für die Beschuldigten benötigen.

So gibt die Jugendgerichtshilfe eine gutachterliche Stellungnahme zur Lebenssituation und zu der Entwicklung des Betroffenen ab. Es werden dem Gericht aus pädagogischer Sicht Vorschläge zum Strafmaß unterbreitet.

Die Jugendgerichtshilfe ist somit Hilfe für das Gericht aber auch für den Betroffenen. Der Jugendliche und seine Familie können während des gesamten Verfahrens, einschließlich der Hauptverhandlung und bis zur Erledigung des Urteils, durch die Jugendgerichtshilfe beraten, betreut und begleitet werden.

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Mitarbeiter
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Rechtsgrundlage

§ 38 JGG (Jugendgerichtsgesetz):

(1) Die Jugendgerichtshilfe wird von den Jugendämtern im Zusammenwirken mit den Vereinigungen für Jugendhilfe ausgeübt.

(2) Die Vertreter der Jugendgerichtshilfe bringen die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte im Verfahren vor den Jugendgerichten zur Geltung. Sie unterstützen zu diesem Zweck die beteiligten Behörden durch Erforschung der Persönlichkeit, der Entwicklung und der Umwelt des Beschuldigten und äußern sich zu den Maßnahmen, die zu ergreifen sind. In Haftsachen berichten sie beschleunigt über das Ergebnis ihrer Nachforschungen. In die Hauptverhandlung soll der Vertreter der Jugendgerichtshilfe entsandt werden, der die Nachforschungen angestellt hat. Soweit nicht ein Bewährungshelfer dazu berufen ist, wachen sie darüber, daß der Jugendliche Weisungen und Auflagen nachkommt. Erhebliche Zuwiderhandlungen teilen sie dem Richter mit. Im Fall der Unterstellung nach § 10 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 üben sie die Betreuung und Aufsicht aus, wenn der Richter nicht eine andere Person damit betraut. Während der Bewährungszeit arbeiten sie eng mit dem Bewährungshelfer zusammen. Während des Vollzugs bleiben sie mit dem Jugendlichen in Verbindung und nehmen sich seiner Wiedereingliederung in die Gemeinschaft an.

(3) Im gesamten Verfahren gegen einen Jugendlichen ist die Jugendgerichtshilfe heranzuziehen. Dies soll so früh wie möglich geschehen. Vor der Erteilung von Weisungen (§ 10) sind die Vertreter der Jugendgerichtshilfe stets zu hören; kommt eine Betreuungsweisung in Betracht, sollen sie sich auch dazu äußern, wer als Betreuungshelfer bestellt werden soll.

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Zugehörigkeit zu

Landratsamt Rottweil