Schon seit Dienstagfrüh ist die Ebene 1 im Schulgebäude gesperrt. Bei den Vorbereitungen für eine geplante Baumaßnahme waren in der Tiefgaragendecke Auffälligkeiten bemerkt worden, daraufhin wurde ein spezialisiertes Ingenieurbüro mit Messungen beauftragt. Die Ergebnisse haben Asbestfasern nachgewiesen.
Die betroffenen Räumlichkeiten wurden umgehend weiträumig gesperrt. Mit den erneuten Messungen soll nun ausgeschlossen werden, dass auch andere Ebenen im Gebäude betroffen sein könnten. Darüber hinaus werden nochmals weitere Messpunkte im bereits gesperrten Bereich aufgestellt, um gegebenenfalls nicht betroffene Räume schnell wieder freigeben zu können. Bestenfalls lässt sich der Bereich weiter eingrenzen und hierdurch eine mögliche Ursache der Asbestbelastung finden.
Die gesperrten Klassenzimmer stellen die Schulgemeinschaft vor einige Herausforderungen – da es sich unter anderem um Fachräume sowohl für die wissenschaftlichen Unterrichtsfächer als auch um einen Pflegeraum, Lehrküchen und Kunsträume handelt, kann in diesen Fächern momentan nur theoretischer Unterricht in Ausweichklassenzimmern stattfinden. Sollten die Schulen längerfristig auf diese Räume verzichten müssen, gilt es, alternative Lösungen zu finden. Auf Dauer ist es nicht möglich, die geschlossenen Räumlichkeiten mit eigenen Ausweichmöglichkeiten zu kompensieren.
Die Stadt Rottweil ist bereits auf den Landkreis zugekommen und hat Unterstützung angeboten, da die städtischen Schulen in unmittelbarer Nähe zum Berufsschulzentrum liegen. Landrat Christoph Keckeisen: „Ich schätze es sehr, dass die Stadt Rottweil uns so schnell und spontan Hilfe anbietet, dafür gilt allen mein herzlicher Dank.“
Bereits am heutigen Donnerstagabend starten nach Schulschluss die Messungen. Wegen dieser Arbeiten müssen einzelne Gänge gesperrt werden, unter anderem die Wege zu den Toiletten. Aus diesem Grund bleibt die Schule am morgigen Freitag geschlossen. Das Amt für Schule und Bauen geht davon aus, dass die Messergebnisse Anfang nächster Woche vorliegen.