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„Voll daneben“: Papiertonnen richtig befüllen

​​​​​​​Landkreis startet Anhänger-Aktion

Eine blaue Mülltonne mit einem GRün-Weißen Aufhänger, auf dem Voll daneben steht.

Der Grund ist schnell erklärt: Immer wieder werden große Kartons ungefaltet und nicht zerkleinert in die Papiertonnen gesteckt. So ist die Tonne ruckzuck voll, und daneben steht all das, was im blauen Behälter keinen Platz mehr hatte. Die Mitarbeitenden von ALBA müssen diese Kartons dann von Hand einsammeln, was nicht nur beschwerlich für sie ist, sondern auch zusätzliche Zeit kostet.

„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger freundlich daran erinnern, dass sie die Kartons zusammenfalten und große Kartonagen zerkleinern, bevor sie diese in die Tonne stecken“, sagt Jürgen Juretzka, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft. „Das händische Einsammeln der Kartons mag im Einzelfall nur ein kurzer Moment sein, aber bei rund 2.500 geleerten Papiertonnen pro Tag sprechen wir schnell von mehreren Stunden zusätzlichem Aufwand pro Sammeltag.“ Hinzu kommt: Wenn die Mitarbeitenden mehrfach zwischen Tonne und Abfuhrfahrzeug pendeln müssen, steht das Fahrzeug länger an einer Stelle. Gerade in engen Straßen kann das schnell zu unnötigen Rückstaus führen.

Die neuen Anhänger sollen deshalb genau dort einen kleinen Hinweis geben, wo das Problem entsteht. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft setzt dabei auf eine leicht verständliche Botschaft. Auf der Vorderseite heißt es: „Kartons zusammenfalten oder zerkleinern und die Tonne komplett füllen.“

Die gute Nachricht: Kartons dürfen durchaus neben der Papiertonne bereitgestellt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Tonne vollständig mit Papier und Karton gefüllt ist. Die zusätzlichen Kartons müssen handlich gebündelt sein. Insgesamt sind maximal 240 Liter, das gleiche Volumen wie die Papiertonne selbst, als sogenannte „Beistellmenge“ zulässig, ein einzelner Karton oder ein Kartonbündel darf dabei höchstens 20 Kilogramm wiegen.

Einfach gesagt: Erst die Tonne vollständig füllen, dann darf der Rest daneben. So wird der vorhandene Platz in der Tonne besser genutzt und die Mitarbeitenden von ALBA müssen weniger Kartons von Hand einsammeln.