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Mehr Chancen für Jugendliche

Landkreis Rottweil baut AVDual-Angebot weiter aus – Land fördert mit über 300.000 Euro

Für die Schuljahre 2025/2026 und 2026/2027 erhält der Landkreis Rottweil Fördermittel in Höhe von 324.000 Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Zusätzlich bringt der Landkreis rund 305.000 Euro an Eigenmitteln ein.

AVDual – Brücke zwischen Schule und Ausbildung

AVDual steht für „Ausbildungsvorbereitung dual“. Der einjährige Bildungsgang an Berufsschulen richtet sich an Jugendliche, die nach der allgemeinbildenden Schule den Weg in eine Ausbildung suchen. Das Besondere: Theorie und Praxis gehen hier Hand in Hand. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht, der sich an ihrem individuellen Lernstand orientiert, und sammeln gleichzeitig praktische Erfahrung durch längere Betriebspraktika. Bei der beruflichen Orientierung werden sie dabei von sogenannten AVDual-Begleiterinnen und -Begleitern individuell unterstützt. Die sozialpädagogische Begleitung im Schulalltag übernimmt im Auftrag des Landkreises die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten. Die Lehrkräfte der beruflichen Schulen und die AV-Begleiterinnen und -begleiter bilden zusammen ein Team mit sich ergänzenden Kompetenzen. So wird der Übergang in eine Ausbildung erleichtert – individuell, praxisnah und alltagsnah.

„Die AVDual-Klassen bringen junge Menschen weiter und helfen auch den Betrieben, Nachwuchs zu finden“, sagt Landrat Dr. Michel. „Deshalb investieren wir bewusst in dieses Modell. Wir freuen uns, dass das Land uns dabei unterstützt.“

Weitere Klassen geplant – flächendeckendes Angebot bis 2026

Im Landkreis Rottweil starten im kommenden Schuljahr sechs AVDual-Klassen je zwei an den beruflichen Schulen in Schramberg, Oberndorf/Sulz und an der Nell-Breuning-Schule in Rottweil. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen bis zu drei weitere Klassen an der Erich-Hauser-Gewerbeschule in Rottweil dazukommen. Die Berufsschule startet hierfür ab Oktober 2025 mit den Vorbereitungen. Damit stehen künftig bis zu 180 Plätze zur Verfügung – flächendeckend verteilt auf alle vier beruflichen Schulstandorte im Landkreis.

Viele Akteure ziehen an einem Strang

Damit der Übergang von der Schule in die Ausbildung gelingt, engagieren sich Schulen, Betriebe, die Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendhilfe, Kommunen und viele weitere Partner gemeinsam. Gerade für Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf ist es wichtig, dass sie nicht zwischen verschiedenen Zuständigkeiten verloren gehen. Deshalb setzt der Landkreis auf eine rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit, um individuell passende Hilfen anzubieten.

Die zentrale Verantwortung für die Umsetzung liegt beim Regionalen Übergangsmanagement (RÜM) des Landkreises. Es ist beim Amt für Schule und Bauen angesiedelt und sorgt im Hintergrund für transparente Strukturen und reibungslose Abläufe und moderiert den Gesamtprozess Übergang Schule-Beruf.  Auch diese wichtige Koordinationsaufgabe wird vom Land unterstützt.