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Dienstleistung

Der Zutritt zu den Dienststellen des Landratsamtes ist derzeit nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung hierfür ist eine vorherige konkrete Terminvereinbarung. Termine werden nur bei zwingend notwendigen und unaufschiebbaren Anliegen vereinbart. Eine Terminpflicht besteht nicht für die Kfz-Zulassungsstelle. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Tierhaltung - Registrierung

  • Rinder

Eine Rinderhaltung ist vorab mithilfe des Tierhalterantrags zu registrieren.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage C. Nutztiere und Anlage D. Tierseuchenkasse.
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.
Sie erhalten  nach der Registrierung eine Registriernummer und mit dieser die Zugangsdaten für die Datenbank HI-Tier.
In dieser Datenbank ist ein Bestandsregister zu führen, in welches alle Tierbewegungen, Geburten und Verluste innerhalb von 7 Tagen einzutragen sind.
Gleichzeitig benötigen Sie ein Bestandsregister auf Ihrem Betrieb. In dieses werden die oben genannten Ereignisse unmittelbar eingetragen. Es ist möglich das Bestandsregister aus HIT auch für diesen Zweck zu verwenden und somit elektronisch zu führen. Sie müssen in der Lage sein, dem Amt auf Verlangen einen Ausdruck zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist dann, dass die Eintragungen nicht innerhalb der 7 Tages Frist getätigt werden, sondern unmittelbar.
Rinder Bestandsregister

Ein Kalb muss in den ersten 7 Tagen mittels 2 Ohrmarken gekennzeichnet werden. Diese können Sie über den LKV BW beziehen. In diesem Zusammenhang kann gleich die erforderliche Untersuchung auf BVD mittels Ohrstanzprobe erfolgen. (Untersuchungspflicht innerhalb der ersten 30 Tage).
Merkblatt BVD

Verliert ein Tier eine Ohrmarke, muss diese unmittelbar nachbestellt und das Tier nachgekennzeichnet werden. Bedenken Sie, dass ein Rind immer eindeutig identifizierbar sein muss. Sind beide Ohrmarken weg, ist dies nicht mehr gegeben eine Verwertung nicht mehr möglich.

Rinderbetriebe müssen regelmäßig Untersuchungen auf BHV 1 durchführen.
Ausgenommen von der Untersuchungspflicht sind nur Endmastbetriebe ohne Zugang zur Weide, die die Rinder unmittelbar zur Schlachtung abgeben.
Für die Untersuchung ist ein Untersuchungsantrag aus HIT zu verwenden. Hier sind die Rinder automatisch je nach Kuhanteil zu untersuchen. Der bestandsbetreuende Tierarzt kann diesen Antrag erstellen, sofern Sie ihm eine Vollmacht hierfür erteilt haben.
Bei den Untersuchungen sind zwingend die vorgegeben Fristen einzuhalten. Werden die Fristen überschritten, verlieren Sie ihren freien Betriebsstatus und das Verbringen eines Rindes aus einem solchen Betrieb wird mit einem Bußgeld geahndet. Zusätzlich müssen Sie wieder neu ins Verfahren einsteigen und eine aufwendige  Basisuntersuchung durchführen.
Im Zusammenhang mit der Untersuchung auf BHV 1 finden regelmäßig Untersuchungen auf Brucellose und Leukose statt.
Merkblatt BHV 1

Tierschutzrechtliche Haltungsanforderungen sind in der Tierschutznutztierhaltungs-VO geregelt. Hier gibt es vor allem für die Kälberhaltung spezielle Regeln.
Unter anderem gibt es Vorgaben wie
Biestmilch innerhalb der ersten 4 Lebensstunden
Mindestens 2 mal täglich das Befinden kontrollieren und versorgen
Rauhfutter ab dem 8. Lebenstag
Haltung in der Gruppe ab der 9. Lebenswoche
Wasser zur freien Aufnahme ab der 3. Lebenswoche
Kälber dürfen bis zu einem Alter von 6 vollendeten  Lebensmonaten nicht angebunden werden.
Bei der Beurteilung der Haltung von adulten Rindern werden die Europaratsempfehlungen zur Rinderhaltung herangezogen.
Europaratsempfehlungen

Rinder sind Tierseuchenkassenbeitragspflichtig. Die Daten werden allerdings automatisch aus HI-Tier an die Tierseuchenkasse weitergeleitet. Es ist keine gesonderte Meldung erforderlich.

  • Schweine

Schweinehalter müssen die Tierhaltung grundsätzlich registrieren. Dies erfolgt über den Tierhalterantrag.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage C. Nutztiere und Anlage D. Tierseuchenkasse.
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.

Zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres ist der aktuelle Bestand bis spätestens zum 15.1. zu melden. Dies erfolgt über HI-Tier mithilfe Ihrer erteilten Registriernummer.
Wenn Sie ein Schwein übernehmen, muss dies zwingend mit einer Ohrmarke gekennzeichnet sein. Verliert es die Ohrmarke muss es nachgekennzeichnet werden. Die Ohrmarken erhalten Sie beim LKV BW.
Das Schwein muss beim Erwerb von einem sogenannten Begleitpapier begleitet werden.
Schweine Begleitpapier

Wenn Schweine übernommen werden, ist innerhalb von 7 Tagen eine sogenannte Übernahmeldung in HI-Tier zu tätigen. Dabei ist die Herkunft der Schweine mit Registriernummer anzugeben, die Anzahl der übernommenen Schweine und das Datum der Übernahme.

In einem Bestandsregister werden Zu- und Abgänge eingetragen. Im Seuchenfall muss nachvollzogen werden, woher die Schweine stammen und wohin sie verbracht wurden. Die Eintragungen müssen entweder mithilfe der Registriernummer oder mit Namen und vollständiger Adresse erfolgen.
Schweine Bestandsregister

Zusätzlich sind alle Schweine bei der Tierseuchenkasse zu melden.

Sollten die Schweine zu Zucht- oder Mastzwecken (auch Mast für den Eigenbedarf / Hausschlachtung) gehalten werden gilt zusätzlich zu den oben genannten Vorgaben die SchweinehaltungshygieneVO.
Hiernach sind Auslaufhaltungen vor Aufnahme der Tätigkeit anzuzeigen.
Für den Betrieb einer Freilandhaltung ist eine Genehmigung mit besonderen seuchenrechtlichen Vorgaben erforderlich. Sollten Sie eine Haltung mit Auslauf oder eine Haltung im Freien beabsichtigen, setzen Sie sich bitte vorab mit uns in Verbindung.
Grundsätzlich benötigen Sie einen Tierarzt, der über ein besonderes Fachwissen nach SchweinehaltungshygieneVO verfügt. Lassen Sie sich den Nachweis einer solchen Schulung unbedingt vorlegen.
Mindestens 2mal jährlich muss der Bestand von diesem Tierarzt überprüft werden. Den Nachweis über diese Überprüfung müssen Sie auf Verlangen vorlegen.
Zusätzlich besteht die Verpflichtung Verluste unmittelbar zu dokumentieren. Nach TierschutznutztierhaltungsVO ist außerdem eine Dokumentation über die mögliche Ursache von Verlusten erforderlich.

Bei der Haltung von Zuchtsauen muss zusätzlich die Zahl der lebend geborenen Ferkel, der tot geborenen Ferkel und der aufgezogenen Ferkel dokumentiert werden. Außerdem ist es erforderlich den Zeitpunkt der Belegung (Besamung oder Eber) festzuhalten. Desweiteren müssen Umrauschen und Aborte dokumentiert werden.
Zuchtbetriebe müssen die Ferkel beim Absetzen mit Bestandsohrmarken kennzeichnen. Dann werden die Ferkel auch ins Bestandsregister eingetragen.
Verliert ein Schwein später im Endmastbetrieb seine Ohrmarke muss es entweder mit einer Betriebsohrmarke nachgekennzeichnet oder vor dem Verbringen an den Schlachtbetrieb mit einem Schlagstempel versehen werden.

Gibt es im Bestand Auffälligkeiten wie vermehrt fieberhafte Erkrankungen, Verluste, Kümmern, Aborte oder Umrauschen oder bleibt eine antimikrobielle Therapie zweimalig erfolglos, muss zwingend das Vorliegen von Klassischer oder Afrikanischer Schweinepest ausgeschlossen werden. Informieren Sie sofort Ihren bestandsbetreuenden Tierarzt und bei einem Seuchenverdacht das Veterinäramt.
Je nach Betriebsgröße und Haltungsart sind weitere Vorgaben einzuhalten. Eine Übersicht gibt folgende Grafik:
Poster Schutz vor Tierseuchen im Stall

Ab einer Betriebsgröße von 50 Mastschweinen gilt zusätzlich die Schweine-Salmonellen-Verordnung. Hiernach müssen nach einem Stichprobenschlüssel entweder im Endmastbetrieb oder am Schlachthof Proben auf Salmonellen untersucht werden. Die Ergebnisse müssen vom Tierhalter ausgewertet werden. Je nach Anteil positiver Proben und damit verbundener Kategorisierung müssen vom Tierhalter Maßnahmen ergriffen werden, um das Vorkommen der Erreger zu reduzieren.

Rechtlicher Hintergrund:
ViehverkehrsVO
SchweinehaltungshygieneVO
Schweine-Salmonellen-Verordnung

Die tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen für gewerbliche Tierhaltungen sind in der TierschutznutztierhaltungsVO geregelt.

Artgerechte Haltung von Minipigs:
Minipigs

  • Schafe / Ziegen (kleine Wiederkäuer)

Die Tierhaltung von Schafen und Ziegen ist vorab mithilfe des TierhaIterhalterantrags anzuzeigen.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage C. Nutztiere und Anlage D. Tierseuchenkasse (bei Schafe, nicht bei Ziegen)
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.

Grundsätzlich muss ein Bestandsregister mit Zu- und Abgängen geführt werden.
Auf der 2. Seite werden Verluste und Geburten eingetragen.
Bestandsregister Schaf_Ziege

Zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres muss eine Stichtagsmeldung in HIT erfolgen. Frist hierfür ist der jeweils 15. Januar desselben Jahres.
Tierbewegungen müssen ebenfalls in HIT gemeldet werden. Das heißt der aufnehmende Betrieb tätigt eine sogenannte Übernahmemeldung mit Angabe des Herkunftsbetriebs und Tierzahl.
Wenn Sie kleine Wiederkäuer erwerben, müssen diese stets von einem sogenannten Begleitpapier begleitet sein. Hier werden der vorherige Haltungsbetrieb, der Transporteur und der endgültige Haltungsbetrieb eingetragen.
Schaf_Ziege_Begleitpapier

Schafe und Ziegen sind spätestens 9 Monate nach der Geburt zu kennzeichenen. Soll ein Tier schon vor dieser Zeit aus dem Geburtsbetrieb verbracht werden, hat die Kennzeichnung spätestens vor Verlassen des Betriebes zu erfolgen.
Zuchttiere werden mit 2 gelben Einzeltierohrmarken gekennzeichnet. Alternativ können Kennzeichen mit Fußfessel oder Bolus eingesetzt werden. Wichtig ist allerdings, dass immer 2 Kennzeichen kombiniert werden müssen, ein visuelles Kennzeichen und ein elektronisches.
Schlachttiere können mit einer betriebsspezifischen weißen Schlachtohrmarke gekennzeichnet werden, sofern sie innerhalb Deutschlands im ersten Lebensjahr geschlachtet werden.
Werden Kennzeichen verloren, müssen die kleinen Wiederkäuer unverzüglich mit 2 neuen Kennzeichen versehen werden. Die geänderte Nummer muss im Bestandsregister vermerkt werden. Alternativ kann die gleiche Nummer nachbestellt werden.
Für kleine Wiederkäuer sind Beiträge bei der Tierseuchenkasse zu entrichten. Der Bestand ist hierfür jedes Jahr gesondert bei der Tierseuchenkasse zu melden.
Schafe und Ziegen sind ab einem Alter von 10 Monaten und älter Tierseuchenkassenbeitragspflichtig

rechtlicher Hintergrund:
Viehverkehrs VO

Artgerechte Haltung:
Empfehlung Haltung Schafe und Ziegen Teil 1
Empfehlung Haltung Schafe und Ziegen Teil 2

  • Einhufer  (Pferde, Zebra, Esel und deren Kreuzungen)

Die Equidenhaltung muss grundsätzlich registriert werden. Dies erfolgt über den Tierhalterantrag bei der zuständigen Veterinärverwaltung im Landratsamt des Landkreises. Der Equidenhalter muss einen Registrierantrag stellen.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage C. Nutztiere und Anlage D. Tierseuchenkasse.
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.
Die Registrierung, die Registriernummer ist die Voraussetzung um Transponder, Equidenpässe und Änderungen des Equidenpass zu beantragen. Für die Eigentümer der Equiden besteht keine Registrierungspflicht, ausgenommen Halter und Eigentümer sind die gleichen Personen, bzw. die gleichen juristischen Personen.

Equiden, unabhängig davon ob es sich um ein Sport-, Zucht- oder Freizeitequide handelt, die in der Europäischen Union (EU) gehalten werden, müssen seit dem 01. Juli 2009 identifiziert sein. Die Identifizierung beinhaltet ein einziges, lebenslang gültiges Identifizierungsdokument, eine Methode zur Überprüfung der Identität und den Eintrag in die zentrale Datenbank (HI-Tier). Equiden dürfen nur in Begleitung des aktuellen Equidenpass von einem Halter übernommen werden. Aktuelle Angaben beinhalten z.B. den  Eintrag des aktuellen Eigentümers des Equiden.
 
Equiden, die seit dem 1. Juli 2009 in der Europäischen Union (EU) geboren wurden, müssen mit einem elektronischen Transponder gekennzeichnet und mit einem Equidenpass ausgestattet werden.
· Equiden, die bis einschließlich 30. Juni 2009 in der EU geboren wurden und für die bereits ein gültiger Equidenpass vorhanden ist, die jedoch keinen elektronischen Transponder tragen, müssen nicht erneut identifiziert werden.
· Equiden, die bis zum 30. Juni 2009 geboren wurden, aber bisher nicht mit einem Pass identifiziert waren, sind gemäß der Verordnung (EG) Nr. 504/2008 zu identifizieren. Diese Tiere erhalten einen Ersatzpass und sind damit von der Schlachtung für den menschlichen Verzehr ausgeschlossen. Die Umsetzung der Identifizierung und Registrierung wurde mit der neuen DVO EU 262/2015 ab 2016 konkretisiert.
Ausgestellt und geändert werden die Pässe von den jeweils zuständigen passausgebenden Stellen.
· Registrierte Equiden (Zucht und Sportequiden),
Mitglieder von Zuchtverbänden und internationalen Wettkampforganisationen
Diese Halter beantragen die Transponder und Equidenpässe bei ihrem jeweiligen Verband.
· Nicht registrierte Equiden (Zucht- und Nutzequiden, Freizeitpferde)
Equiden, die weder einem Zuchtverband noch einer Wettkampforganisation angehören. Halter beantragen die Transponder und Equidenpässe beim LKV Baden-Württemberg.

rechtlicher Hintergrund:
Viehverkehrsverordnung
Durchführungsverordnung (EU) 2015/262


  • Geflügel / gehaltene Vögel

Registrierung von Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln und Laufvögeln über den Tierhalterantrag mit Anzeige zur Haltungsform beim Veterinäramt.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage C. Nutztiere , (Anlage D. Tierseuchenkasse: Hühner und Truthühner sind ab einer Tierzahl von 25 Stück tierseuchenkassenbeitragspflichtig)
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.

Führen eines Bestandsregisters über Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden. Bitte bewahren Sie dieses bei Ihren Unterlagen auf und führen sie es aktuell.
Bestandsregister Geflügel
Merkblatt Bestandsregister Geflügel

ab 350 Legehennen gilt die Geflügelsalmonellose VO. Es müssen alle 15 Wochen Eigenkontrolluntersuchungen auf Salmonellen durchgeführt werden
Merkblatt Salmonellen
Untersuchungsantrag Salmonellen Geflügel
ab 1000 Legehennen wird zusätzlich einmal jährlich eine amtliche Untersuchung auf Salmonellen durchgeführt
Ab 1000 Legehennen muss die Anzahl der täglich gelegten Eier dokumentiert werden.
Grundsätzlich darf Geflügel nur im Stall gefüttert werden.
Aufgrund der wiederkehrenden Seuchengefahr müssen auch bei kleinen Hobbyhaltungen Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.
Merkblatt Nutzgeflügel schützen

Bei einem Seuchenverdacht auf Vogelgrippe oder Salmonellose muss das Veterinäramt umgehend informiert werden.
Ggf. können nach Rücksprache mit dem Veterinäramt selbstständig Proben zur Untersuchung auf Vogelgrippe eingesendet werden. Hierbei sollten je nach dem ob es sich um gehaltene Vögel oder Wildvögel handelt, folgende Anträge verwendet werden:
Untersuchungsantrag gehaltene Vögel
Probenbegleitschein Wildvogel

Hühner und Puten müssen verpflichtend nach Angaben des Impfstoffherstellers gegen Newcastledisease geimpft werden.
Stellungnahme ND

Sollten Sie planen Eier zu vermarkten, setzen Sie sich vorab mit dem Veterinäramt in Verbindung. Eine Übersicht über Markt- und Lebensmittelrechtliche Vorgaben gibt folgendes Merkblatt:
Kennzeichnung von Hühnereiern an Endverbraucher

Die tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen für gewerbliche Tierhaltungen sind in der Tierschutznutztierhaltungs-VO geregelt.
Nicht gewerbliche Tierhalter sollten sich an den Vorgaben der Tierschutznutztierhaltungs-VO orientieren.

Treten Probleme mit Federpicken oder Kannibalismus auf, ist umgehend der bestandsbetreuende Tierarzt zu Rate zu ziehen. Eine Übersicht über mögliche Sofortmaßnahmen gibt folgendes Merkblatt:
Merkblatt Federpicken und Kannibalismus

Rechtsgrundlagen:
Geflügelpest VO
Geflügel-Salmonellose-VO
Viehverkehrs-VO


  • Gehegewild und Kameliden

Die Haltung ist unter Verwendung des Tierhalterantrags anzuzeigen.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1 und die Anlage C. Nutztiere
Diese Tierarten werden bei sonstige Tierarten eingetragen.
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.

Es muss ein Bestandsregister geführt werden, in welches Zu- und Abgänge eingetragen werden. Außerdem muss zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres die Tierzahl im Register eingetragen werden.

Bei der Haltung von Gehegewild gibt es ein Musterbestandsregister, ein sogenanntes Gehegebuch. Dieses muss allerdings um den Stichtagsbestand ergänzt werden.
Muster Bestandsregister

Rechtsgrundlage:
Viehverkehrs VO

Informationen zur tiergerechten Haltung:
Leitlinie zur nutzierartigen Haltung von Wild
Kameliden
Neuweltkameliden

  • Bienen

Bienenhaltungen müssen am Winterstandort registriert werden.Hierfür wird der Tierhalterantrag und die Anlage für Bienen verwendet.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1, Anlage B. Bienen und Anlage D. Tierseuchenkasse.
Falls es für den Standort der Tierhaltung keine Postadresse gibt, tragen Sie bitte unbedingt eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.

Werden die Bienen an einen anderen Standort vorübergehend verbracht, muss das Veterinäramt hierüber informiert und eine Gesundheitsbescheinigung vorgelegt werden. Im Landkreis Rottweil erfolgt diese Meldung an die zuständigen Bienensachverständigen. Zusätzlich ist an dem vorübergehenden Standort ein Schild mit Name und Anschrift des Halters sowie die Anzahl der Völker gut sicht- und lesbar anzubringen.
Die Bienensachverständige stellen außerdem in Ihrem Bezirk entsprechende Gesundheitsbescheinigungen aus.  Aus dieser muss hervorgehen, dass die Bienen als frei von Amerikanischer Faulbrut (AFB) befunden worden sind und der Herkunftsort der Bienen nicht in einem AFB-Sperrbezirk liegt. Bienen gelten als AFB frei, wenn keine klinischen Symptome oder keine Sporen des Erregers der AFB mittels bakteriologischer Untersuchung festgestellt werden. Für das Verbringen von Bienenvölkern innerhalb Deutschlands wird empfohlen, dass bei dem Bienenstand, für den ein Gesundheitszeugnis ausgestellt werden soll, alle auffälligen und insbesondere alle schwachen Völker auf klinische Symptome der AFB zu untersuchen sind. Eine bakteriologische Untersuchung ist bei einem Verbringen in andere Bundesländer und bei einem Seuchenverdacht zwingend erforderlich.
Merkblatt Bienenproben
Den zuständigen Bienensachverständigen können Sie als registrierter Bienenhalter im Veterinär- und Verbraucherschutzamt erfragen.
Unbenutzte Bienenwohnungen / Beuten müssen stets verschlossen und bienendicht gehalten werden.
Ein Verdacht auf eine anzeigepflichtige Bienenseuche ist umgehend beim Veterinäramt zu melden.
Bienenvölker sind bei der Tierseuchenkasse zu melden.
Ist ein Bienenstand mit Varroamilben befallen muss der Besitzer alle Völker jährlich gegen Varroatose behandeln.
Merkblatt Behandlung Varroatose

Rechtsgrundlage:
Bienenseuchenverordnung

  • Fische

nach Fischseuchenverordnung müssen sich Personen oder Vereine, die Fische in einem Aquakulturbetrieb oder Angelteich halten / verbringen / abgeben oder verwerten vor Aufnahme der Tätigkeit beim Veterinäramt melden. Hierfür wird der allgemeine Tierhalterantrag verwendet und eine Anlage speziell für Aquakulturbetriebe.
Vollständig und gut leserlich auszufüllen sind die Seiten 1 und Anlage A. Aqukulturtiere.
Tragen Sie bitte unbedingt für den Standort der Fischhaltung eine Flurstücksnummer mit PLZ und Ort ein. Hier finden Sie eine Beschreibung wie Sie die Flurstücksnummer herausfinden können.
Anhand dieser Angaben entscheidet die Behörde, ob der Betrieb lediglich registriert oder fischseuchenrechtlich genehmigt werden muss.
Ein Aquakulturbetrieb ist jeder Betrieb, der einer Tätigkeit im Zusammenhang mit der Zucht, Haltung oder Hälterung von Fischen nachgeht. Das heißt jede Fischhaltung und jeder Angelteich auch ohne gewerbliche Nutzung ist mindestens registrierungspflichtig.
Nicht registrierungspflichtig sind Fische, die zu Zierzwecken in Aquarien oder Gartenteichen gehalten werden (ohne Verbindung zu natürlichen Gewässern).
Werden lebende Fische an andere Betriebe weitergegeben oder findet eine Vermarktung in größerem Umfang statt, müssen diese Haltungen genehmigt werden.
Genehmigte Aquakulturbetriebe sind unter anderem verpflichtet, Ihren Fischbestand in regelmäßigen Abständen auf anzeigepflichtige Fischseuchen untersuchen zu lassen.
Ein Verdacht auf eine Anzeigepflichtige Fischseuche ist umgehend dem Veterinär- und Verbraucherschutzamt zu melden.
VHS und IHN Merkblatt

Rechtsgrundlagen:
Fischseuchen-VO




Bei der Haltung folgender Tierarten muss vor Beginn der Haltung eine Anzeige unter Verwendung eines Tierhalterantrags beim Veterinär- und Verbraucherschutzamt erfolgen:

  • Rinder
  • Schweine
  • Schafe
  • Ziegen
  • Einhufer (Pferde, Zebra, Esel und deren Kreuzungen)
  • Geflügel/gehaltene Vögel: Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln, Laufvögel
  • Gehegewild
  • Kameliden
  • Klauentiere
  • Bienen
  • gehaltene Fische (sogenannte Aquakulturbetriebe)

Nach Eingang des Tierhalterantrags wird dieser an die zentrale Stelle in Baden-Württemberg, LFL Kornwestheim, weitergeleitet. Nach erfolgreicher Registrierung wird Ihnen dann von dort Ihre 12-stellige Registriernummer per Post zugesandt.

Änderungen oder die Aufgabe der Tierhaltung sind ebenfalls mitzuteilen.
Bei einigen Tierarten gibt es weiterführende Verpflichtungen. Die wesentlichen Punkte sind bei der entsprechenden Tierart angegeben.

Wichtig:
Die Angabe der Tiere bei der Tierseuchenkasse oder im Rahmen der Antragstellung beim Landwirtschaftsamt entspricht nicht einer Anzeige der Tierhaltung beim Veterinäramt.


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