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Breitbandausbau im Landkreis Rottweil

Schnelles Internet macht sich breit – Netzausbau im Landkreis Rottweil
 
Start mit FTTC-Basis-Netz

 
Der Landkreis Rottweil hat schon früh die Weichen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Region gestellt. Im Jahr 2015 erfolgte der Beschluss, den Glasfaserausbau kreisweit intensiver voranzutreiben und durch kommunale Initiative eine flächendeckende Breitbandnetzinfrastruktur zu schaffen. Für diesen Weg wurde das sogenannte Deckungslückenmodell gewählt.
 
Durch eigene Investitionen der Deutschen Telekom und eine Investitionsbeihilfe des Landkreises von rund 11,8 Mio. EUR wurden in knapp 24 Monaten bis Anfang 2018 kreisweit nahezu alle Haushalte und Unternehmen über den FTTC-Ausbau mit hochbitratigen Bandbreiten (mindestens 30 Mbit/s) erschlossen. Bei dieser Ausbaumethode (FTTC, Fiber to the Curb) wird die Glasfaser bis zum jeweiligen (grauen) Verteilerkasten in der Nähe gelegt. Von diesen Kabelverzweigern werden vorerst die Daten über die bestehende Kupferleitung für Telefonie („letzte Meile“) bis in die Haushalte gesendet.
 
Die Finanzierung der Investitionsbeihilfe von 11,8 Mio. EUR sowie der entstehenden Beratungskosten trug der Landkreis über eine entsprechend angepasste Kreisumlage. Den beteiligten Städten und Gemeinden entstand kein direkter finanzieller Aufwand für dieses Basis-Breitbandnetz. Bund und Land förderten den Ausbau mit 5,92 bzw. 2,37 Mio. EUR.
 
Der Landkreis Rottweil gehörte damit zu den ersten Landkreisen in Baden-Württemberg mit einem schnellen Datennetz kreisweit.
 
Von dem FTTC-Ausbau haben insgesamt profitiert:
- ohne öffentliche Gelder, d.h. allein durch eigenwirtschaftlichen Ausbau des Telekommunikationsunternehmens (insgesamt ca. 2/3 der Haushalte/Unternehmen) = 42.000 HH und ca. 7.500 Unternehmen
- zusätzlich durch Deckungslückenmodell des Landkreises geförderter Ausbau in unterversorgten Gebieten (insgesamt ca. 1/3 der Haushalte/Unternehmen) = 18.900 HH und 2061 Unternehmen
 
 
Für eine hochleistungsfähige, gigabitfähige Breitbandinfrastruktur muss mittelfristig die Glasfaser bis in die einzelnen Haushalte geführt werden. Zur Verdichtung des FTTC-Basis-Netzes arbeitet der Landkreis deshalb an einem bis an die Gebäude reichenden Glasfasernetz (FTTB, Fiber to the Building). Seit 2015 wurden neue Gewerbe- und Wohngebiete seitens der Telekommunikationsunternehmen im Eigenausbau von Anfang an direkt mit FTTB-Glasfaserstrukturen ausgebaut.
 
Bis zum Vorhandensein eines durchgängigen Glasfasernetzes (FTTB) bewerkstelligen Vectoring, Super-Vectoring (bis 250 MBit/s), Hybrid-Techniken und andere Techniken die Leistungsfähigkeit einer hochbitratigen Netzinfrastruktur. Zum Stand Januar 2020 sind über 95% der Haushalte und Unternehmen leitungsgebunden mit mehr als 50 MBit/s versorgt – mehr als ¾ können sogar mind. 200 MBit/s nutzen.
 
Folgeprojekt Schulen
 
Der Landkreis setzte seine Digitalisierungsinitiative mit einer Schuloffensive fort. Bis zum Sommer 2020 werden rund 70 Schulen und Bildungseinrichtungen im Kreis mit schnellen Glasfaseranschlüssen versorgt und für einen auf die Zukunft ausgerichteten Unterricht fit gemacht. Diese zukunftsweisende Investition lässt sich der Landkreis weitere 1,5 Mio. EUR kosten – erneut mit Förderung vom Bund (755.000 €) und vom Land (302.000 €). Den restlichen Teil von 453.000 € tragen die beteiligten Schulträger (Landkreis, Kommunen und Sonstige).
 
Für die entlang der Tiefbautrassen hin zu Schulen liegenden Gebäude werden en passant vorbereitend ausreichend dimensionierte Infrastrukturen für „FTTB-homes past plus“ mitverlegt.
 
Weiterer Ausbau
 
Die Anbindung an das schnelle Netz bis in den letzten Winkel des Landkreises wird weiter vorangetrieben. Dadurch lassen sich weitere Produkte wie WLAN oder auch das Mobilfunknetz von morgen (5G) kostengünstig und in Synergie anbinden. Nächste Etappenziele sind Glasfaser für alle Unternehmen in ausgewiesenen Gewerbegebieten und schnelles Internet für die noch wenigen unterversorgten Haushalte (weiße Flecken mit weniger als 30 Mbit/s).
 
Für alle Städte und Gemeinden im Landkreis wird ein Masterplan erarbeitet. Diese Pläne umfassen das gesamte Gebiet der Kommune und zeigen auf, wo bereits nutzbare Strukturen verschiedener Unternehmen und Institutionen vorhanden sind und wie darauf aufbauend jedes Anwesen künftig direkt mit Glasfaser versorgt werden kann. Über diese Masterpläne stellen sicher, dass jede kommunale Tiefbaumaßnahme für den weiteren Glasfaserausbau genutzt wird.

Landratsamt Rottweil