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@Marco2811 - Fotolia.com

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Hintergrundinformationen zu den Müllgebühren 2020


In der Sitzung der Kreistags am 4. November 2019 wurden auch die Müllgebühren für das Jahr 2020 beschlossen. Dabei mussten die Sätze um ca. 27% gegenüber den in diesm Jahr gültigen Gebühren erhöht werden. Im Folgenden sind die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema aufgelistet:

Warum werden die Gebühren um 27% erhöht?

  • Die Hauptursachen für die Kostensteigerungen sind die Ergebnisse der durchgeführten Ausschreibungen der Abfuhrleistungen (Hausmüll, Biomüll, Sperrmüll, Holz, Altmetall, E-Schrott) sowie der Erfassung und Verwertung von Grüngut. Die entsprechenden Verträge waren ausgelaufen und konnten nicht verlängert werden.
  • Die Entsorgungskosten und damit die Hausmüllgebühren waren über die letzten 8 Jahre, während der Laufzeit der alten Verträge, relativ konstant. Mit der Neuausschreibung wurden von den Anbietern die zwischenzeitlich eingetretenen Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Personal in die neuen Preise eingerechnet. Dies wird deutlich anhand dieses Schaubildes.


Welchen Einfluss haben die neuen Müllbehälter auf die Jahresgebühren?


Der Anteil der Kosten für die neuen Müllbehälter an den Jahresgebühren  beträgt ca. 1%. Für einen 4-Personenhaushalt sind dies zwischen 1,84 € und 3,63 € pro Jahr, je nach Anzahl der gewählten Sparpunkte.
 
Der Behältertausch ist aus mehreren Gründen erforderlich:
  • Die überwiegende Anzahl der Behälter ist ca. 20 Jahre alt und somit spröde und rissig. Damit ist eine sichere Nutzung der Behälter nicht mehr gewährleistet.
  • In Folge der Überalterung des Behälterbestands ist in den letzten Jahren die Anzahl  defekter und während des Abfuhrbetriebs beschädigter Behälter deutlich gestiegen. Dies hatte einen erhöhten Kostenaufwand für den Behälteraustausch zur Folge.
  • Die neuen Behälter mit Identifikationssystem (Chip/Transponder) bieten die Möglichkeit, nicht registrierte, sogenannte „Schwarzbehälter“, für die keine Müllgebühren entrichtet werden, aus dem System zu eliminieren.
  • Durch den Chip/Transponder in den neuen Behältern kann das Reklamationsmanagement verbessert und die Tourenplanungen optimiert werden.

Warum müssen alle Behälter, auch die neueren, ausgetauscht werden?


Ein Nachrüsten von Behältern mit einem Chip/Transponder ist sehr aufwendig, kostenintensiv und in vielen Fällen technisch nicht möglich, da die „Chipnester“ zur Aufnahme der Transponder nicht immer passend sind.
 
Nur durch den Komplettaustausch des gesamten Behälterbestandes kann zuverlässig gewährleistet werden, dass tatsächlich alle Grundstücke mit  registrierten Behältern ausgestattet sind.

Wie passen Gebührenerhöhung und mangelnde Zuverlässigkeit bei der Abfuhr zusammen?


Eine häufige Ursache für die derzeitigen Verzögerungen bei der Abfuhr sind technische Defekte an den Entsorgungsfahrzeugen. Für die neue Vertragslaufzeit wurden vom Auftragnehmer neue Fahrzeuge beschafft. Durch diese neuen Fahrzeuge sind deutlich weniger technische Defekte und damit Ausfälle zu erwarten.
 
Eine weitere Ursache für Verzögerungen sind krankheitsbedingte Ausfälle von Fahrern. Abhilfe erhofft man sich hier auch durch das neue Identsystem. Dieses ermöglicht u.a. auch die genauere digitale Erfassung der Abfuhrbezirke. So können diese Daten auch in Navigationssysteme eingespielt werden, von denen die Fahrer durch die Abfuhrbezirke geleitet werden. So kann ein z.B. durch Krankheit ausgefallener `Stammfahrer´ leichter durch einen Kollegen vertreten werden, der mit der betreffenden Tour nicht vertraut ist.


Landratsamt Rottweil