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@Marco2811 - Fotolia.com

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Preisverleihung beim ICCA 2019
Umweltminister zeichnet das Energiemanagement des Landkreises Rottweil aus


Wie erfolgreicher Klimaschutz aussieht, stellte sich in Heidelberg unter Beweis: Im Rahmen der International Conference on Climate Action (ICCA 2019) zeichnete Franz Untersteller, Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, vier Kommunen  für ihr vorbildliches Energiemanagement aus. Die Preisträger Walldorf, Plochingen, Markdorf und der Landkreis Rottweil setzten unter der fachkundigen Beratung der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg das Online-Werkzeug  Kom.EMS für eine systematische energetische Optimierung ein.  

Der Landkreis Rottweil geht den Klimaschutz konkret an
Der Landkreis Rottweil hat sich durch die erfolgreiche Teilnahme am European Energy Award® im Jahr 2014 und durch die Verabschiedung des Integrierten Energie und Klimaschutzkonzeptes dem Klimaschutz verpflichtet. Um seinen ambitionierten Reduktionszielen gerecht zu werden, hat der Landkreis seine verschiedenen Handlungsfelder einer detaillierten Klimaschutzstrategie entsprechend ausgerichtet.
Sein Energie- und Klimaschutzpolitisches Engagement begann der Landkreis Rottweil allerdings schon deutlich früher. Im Jahr 2001 wurde durch die Energieversorgung Rottweil ein Energiemanagement für die Kreisliegenschaften eingeführt, dass nach der Einführungsphase an einen Energiebeauftragten des Kreises übergeben wurde.
Energiemanagement bedeutet die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz der Kreisliegenschaften. Dabei konzentriert man sich überwiegend auf Einsparpotentiale, die ohne Investitionen erschlossen werden können. Seit 2011 wurde der Stromverbrauch um 17% und der Wärmeverbrauchs um 8,2% gesenkt. Die CO2-Emissionen wurden von 2.390 auf 1.301 T0/a reduziert.

Diese Auszeichnung soll Strahlkraft in den gesamten Landkreis haben
„Durch die Verleihung der Auszeichnung  ‚Landkreis mit ausgezeichnetem Energiemanagement‘ durch den Umweltminister im Rahmen der Internationalen Klimaschutzkonferenz ICCA 2019 finden unsere Bemühungen der letzten Jahre nun sogar globale Anerkennung“, freut sich Dezernent Gerald Kramer bei der Auszeichnungsveranstaltung in Heidelberg.
„Einige Kommunen (6 von 21) im Landkreis sind im Bereich Energiemanagement bereits aktiv. Diese möchten wir dazu anregen ihr Energiemanagement einer Qualitätsüberprüfung zu unterziehen. Auch wir konnten dadurch strukturelle Verbesserungen und weitere Optimierungspotentiale erzielen. Kommunen des Landkreises, die sich diesem Thema noch nicht zugewandt haben, möchten wir bei einer Infoveranstaltung im September dazu ermuntern, die vielfältigen Unterstützungsangebote des Umweltministeriums, des Kompetenzzentrums Energiemanagement der KEA und der regionalen Energieagentur zu nutzen“, betonte der zuständige Energiemanager des Landkreises, Michael Wurster, bei der Preisverleihung.

Starthelfer und Optimierungswerkzeug
„Mit dem Online-Werkzeug Kom.EMS erhalten kommunale Verwaltungen eine professionelle, praktisch anwendbare und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung oder Optimierung ihres Energiemanagements“, erklärt Claus Greiser. Als Leiter des KEA-Fachbereichs Kommunales Energiemanagement war er an der Entwicklung der Software beteiligt. „Das Tool begleitet Kommunen von Beginn an und bezieht alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein, um dauerhaft Energie zu sparen.“

Schritte zur Klimaneutralität
Mit Checklisten und einem digitalen Leitfaden bietet Kom.EMS ein kompaktes Informationspaket für den Aufbau des Energiemanagements. So schafft die Online-Plattform dort Strukturen, wo Zuständigkeiten, etwa für einen energiesparenden Heizungsbetrieb, nicht klar geregelt sind. Ein Wissensportal mit konkreten Arbeitshilfen wie z.B. Muster-Beschlussvorlagen oder einem Rechentool helfen bei der weiteren Umsetzung. Kom.EMS steht allen Kommunen in Baden-Württemberg kostenlos unter www.komems.de zur Nutzung frei.
  • Kommunales Energiemanagement (KEM) senkt die Energie- und Wasserkosten kommunaler Liegenschaften durch nichtinvestive Maßnahmen um 10 bis 20 Prozent, in Einzelfällen bis zu 30 Prozent.
  • Kommunen erhalten mit Kom.EMS eine fundierte Datenbasis für optimale Investitionsentscheidungen.
  • Ein erfolgreiches Energiemanagement-System erhöht die Akzeptanz bei politischen Vertretern, verbessert das Klima- und Energiebewusstsein der Verwaltung und der Bevölkerung und öffnet die Tür für weitere Energie- und Klimaaktivitäten der Kommune.
Unser Fazit: Ein systematisches Kommunales Energiemanagement (KEM) ist der Ausgangspunkt einer erfolgreichen kommunalen Klimaschutzpolitik.

Landratsamt Rottweil