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@Marco2811 - Fotolia.com

Nachricht

Pressemitteilung - Waldkalkung


 
Waldkalkung: Kein Wintergeschäft


 
Die Bodenschutzkalkung im westlichen Landkreis Rottweil neigt sich dem Ende zu. In den vergangenen 4 Wochen wurden in Lauterbach, Schiltach und Schenkenzell über 4000 to Kalkgesteinsmehl auf 1200 ha mit dem Hubschrauber ausgebracht. Durch die basische Wirkung des Substrats wird die durch menschliche Einflüsse verursachte Versauerung des Bodens abgepuffert und damit ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Boden, Grundwasser und Wald geleistet.
 
Kritik gab es in Teilen der Bevölkerung am Zeitpunkt der Waldkalkung im Sommer. Es wurde stattdessen vorgeschlagen, die Maßnahme in den Wintermonaten von November bis Februar durchzuführen, um die Beeinträchtigungen für Mensch und Natur zu minimieren.
Das Forstamt schreibt dazu in einer Stellungnahme, dass die Kalkausbringung im Winter an folgenden Gründen scheitert:
Logistische Probleme ergeben sich bei der Materialbeifuhr auf vereisten und verschneiten Wegen, es besteht ein hohes Auswaschungsrisiko bei Schneeschmelze über gefrorenem Boden und das erdfeuchte Gesteinsmehl wird bei Minustemperaturen gefrieren, was eine Ausbringung unmöglich oder sehr gefährlich macht, da sich Eisklumpen bilden können.
 
Die Kalkausbringung bei heißer und trockener Witterung ist jedoch auch nicht optimal, da die Staubentwicklung durch Austrocknung zunimmt und außerdem der Energieaufwand beim Helikopter sich erhöht. Durch die Zunahme von trocken-heißer Sommerwitterung in den letzten Jahren, lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob das Zeitfenster für die Bodenschutzkalkung ein Stück in Richtung Herbst verschoben werden kann. Eine Entscheidung darüber wird aber nicht im Landkreis Rottweil getroffen, sondern kann nur auf Landesebene erfolgen. Die fachliche Aussagen der FVA (Forstl Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg) werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Landratsamt Rottweil