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@Marco2811 - Fotolia.com

Nachricht

Hitzewelle Rottweil – Klima im Wandel


Auch im Landkreis Rottweil ächzt die Bevölkerung unter den klimatischen Veränderungen. Klimamodelle verdeutlichen, dass die Sommermonate zunehmend heißer und länger werden. Die Auswirkungen betreffen sowohl die unmittelbare Umwelt als auch die Gesundheit der Bevölkerung. Beinahe die Hälfte der Bevölkerung leidet unter der aktuellen Hitzeperiode. Allerdings müssen die subjektiv empfundene Wärmebelastung und die gemessene Lufttemperatur nicht übereinstimmen. Die Wärmeabgabe des Körpers wird wesentlich von der gefühlten Wärmebelastung beeinflusst und diese ist nicht nur von der Lufttemperatur sondern auch von der Sonnen- und Wärmeeinstrahlung und der Windgeschwindigkeit abhängig. Besonders gefährdet durch Hitze sind pflegebedürftige Menschen und Menschen ab 65 Jahren. Körperliche Arbeit, intensive sportliche Anstrengungen und chronische Erkrankungen sind weitere Risikofaktoren.

Eine aktuelle Forsa-Studie verdeutlicht die gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze auf den Menschen. Abgeschlagenheit (75%) gefolgt von Schlafstörungen (62%) und Kopfschmerzen (38%) werden von den Bundesbürgern als häufigste Auswirkungen genannt. Von Kopfschmerzen sind Jüngere häufiger als Ältere betroffen. Abgeschlagenheit betrifft verhältnismäßig häufiger Menschen ab 44 Jahren.  Im Umgang mit der Hitze ist das Trinkverhalten ein entscheidender Faktor. Insgesamt trinken 87% der Befragten mehr als an „normalen“ Sommertagen. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie sollten Gesunde bei Normaltemperatur 1,5-2 Liter täglich trinken und 2-3 Liter bei Hitze. Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr ist auch auf eine ausreichende Mineralstoffzufuhr zu achten. Leitungswasser oder Tafelwasser enthält relativ wenig Mineralien, besser ist daher Mineralwasser  und ab und zu eine Apfelschorle oder ein alkoholfreies Bier. Für Herz- oder Nierenkranke gibt es keine generellen Empfehlungen, sie sollten mit ihrem Arzt sprechen. Anstrengungen sollten ebenfalls vermieden oder auf die frühen Morgenstunden verlagert werden. Und man sollte sich vorwiegend drinnen oder im Schatten aufhalten.
 
 
Tipps des Gesundheitsamtes im Umgang mit der Hitze
  • Ausreichend trinken; stündlich 1 Glas Wasser – auch ohne Durstgefühl
  • Alkohol meiden, er verstärkt die hitzebedingte Gefäßerweiterung und belastet den Kreislauf zusätzlich
  • Keine stark gezuckerten oder eiskalten Getränke konsumieren
  • Kühle Orte aufsuchen
  • Nasse Handtücher aufhängen – durch das Verdunsten des Wassers wird die Luft gekühlt
  • Lüften vorzugsweise morgens und abends. Tagsüber abdunkeln
  • Unnötige Anstrengung vermeiden
 
Weitere Informationen:
Link zur Ärztezeitung online –Nephrologen klären auf.
Hitzeknigge
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/364/dokumente/schattenspender_hitzeknigge.pdf
Richtwerte für die Zufuhr von Wasser der Gesellschaft für Ernährung in Deutschland: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/
Hitzewarnung Deutscher Wetterdienst: https://www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung.html?nn=18496
Sommerhitze – Was ist zu tun?
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/sommerhitze-was-ist-zu-tun/
Klimawandel und Gesundheit
https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/klimawandel-gesundheit#textpart-1
Forsa-Studie im Auftrag der DAK:
https://www.dak.de/dak/download/statement-thomas-bodmer-1997398.pdf
 
 

Landratsamt Rottweil