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@Marco2811 - Fotolia.com

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Sonnenschutz für Kinder


Sonne und UV-Licht
Wenn auch die positiven Wirkungen der Sonne für Körper und Seele unbestreitbar sind, so ist doch ein Übermaß an Sonnenstrahlung gesundheitsschädlich. Dies gilt vor allem für Kleinkinder und ganz besonders für Säuglinge. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich die Zahl der Hautkrebsfälle in den letzten 10 Jahren in Deutschland verdoppelt hat.  
Sonnenstrahlung besteht aus sichtbarem Licht (ca. 50 %), Infrarot- (Wärme-) (ca. 44 %) und UV-Strahlung (ca. 6 %). Die UV-Strahlung des Sonnenlichts stellt ein Krebsrisiko dar. Der Mensch kann die UV-Strahlung mit seinen Sinnen nicht direkt wahrnehmen. Die Belastung durch UV-Strahlung schwankt mit der Jahres- und Tageszeit, Höhenlage und Wetterkonstellation. Um die gesundheitliche Gefährdung durch Sonnenlicht bzw. UV-Strahlung zu beschreiben, hat die WHO den sogenannten UV-Index entwickelt (Vorhersage auch unter www.uv-index.de). Je höher der UV-Index, desto mehr Schutz benötigt man, wobei auch die Hautempfindlichkeit berücksichtigt werden muss.  
Kinderhaut ist um ein Vielfaches schutzbedürftiger als die von Erwachsenen. Sie ist noch sehr dünn und die Reparaturmechanismen zur Beseitigung von UV-Schäden entwickeln sich erst langsam. Epidemiologische Untersuchungen haben ergeben, dass Sonnenbrände im frühen Kindesalter einen besonderen Risikofaktor für die Entstehung von Melanomen (schwarzer Hautkrebs) darstellen. Sonnenbrände müssen daher unbedingt vermieden werden! 
Um die Schädigung der Haut möglichst gering zu halten gilt besonders für Kinder:  
1. Direkte Sonnenbestrahlung meiden  
- Im 1. Lebensjahr direkte Sonnenbestrahlung komplett vermeiden. Keine Belastung der zarten Babyhaut durch Sonnenschutzmittel. 
- Kinder Im Alter von 1-6 Jahre möglichst wenig direkter Sonnenbestrahlung aussetzen, insbesondere nicht der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr von Ende April bis Ende August. Es gilt die Faustregel: Raus aus der Sonne spätestens wenn der eigene Schatten kürzer ist als man selbst! Gewöhnen Sie die Kleinkinderhaut langsam an die Sonne.  
- Für die Kita: Richten Sie im Gartenbereich große Schattenbereiche ein. Achten Sie bei Sonnenschirmen und -segeln auf geprüftes UV-dichtes Gewebe.  
- Solarien sind für Kinder und Jugendliche tabu und inzwischen auch gesetzlich verboten.  
2. Passende Kleidung schützen die Kinder  
- Für Kopfbedeckung mit Nackenschutz sorgen. 
- Luftige weite Kleidung, möglichst langärmelig, verwenden. Achten Sie auf ausreichenden UV-Schutz durch das Gewebe, der oft angegeben ist (mindestens UV-Schutzfaktor 40 verwenden)  
3. Jetzt erst kommen die Sonnenschutzmittel  
- Sehr hohen Lichtschutzfaktor bevorzugen (für Kleinkinder ist die gängige Einteilung nach Hauttypen nicht relevant; Kinderhaut ist ein eigener Hauttyp - empfindlicher als alle anderen!)  
- Präparate in ausreichender Menge auftragen (erstaunlicherweise wird häufig unterdosiert!). Berücksichtigen Sie besonders die „Sonnenterrassen“ wie Ohren, Nase, Wangen, Lippen, ggf. Schultern und Fußrücken.  
- Eine ausreichende Dosierung und ggf. das Nachauftragen des Sonnenschutzmittels ist Voraussetzung für die Wirksamkeit, ansonsten muss mit einer Verkürzung der Schutzzeit gerechnet werden. Nach dem Planschen oder Baden immer erneut eincremen. Der Sonnenschutz "verlängert" sich durch das wiederholte Auftragen nicht! Nach Ablauf der Schutzzeit Kinder aus der Sonne holen und zum Aufenthalt im Schatten animieren.  
- Für Kleinkindhaut geeignete Präparate verwenden.  
4. Was sonst noch zu beachten ist  
- Bei extremer UV-Belastung brauchen auch Kinder eine Sonnenbrille, die UV-Strahlung abhält. Intensive Sonnenbestrahlung kann zu einer Bindehautentzündung führen. Ansonsten schützt eine Kappe mit großem Sonnenrand vor Belastung der Augen.  
- Geben Sie den Kindern immer wieder ausreichend zu trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Das Schwitzen bewirkt eine Abkühlung des Körpers und schützt so vor Überhitzung. Insbesondere kleinere Kinder reagieren sehr empfindlich auf Flüssigkeitsverluste und Überwärmung. Daher müssen sie regelmäßig Flüssigkeit zugeführt bekommen.  

Weitere Informationen finden Sie unter den im Folgenden aufgeführten Seiten: 

Informationsseite zum Sonnenschutz für Kinder von 0 bis 6 Jahren der BZgA:
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/  

Hinweise der Unfallkasse Baden-Württemberg für Kinder: http://www.kindergaerten-in-aktion.de/praxis-alltag-in-kindertageseinrichtungen/kindergesundheit/sonnenschutz-fuer-kinder  

Hinweise der Unfallkasse Baden-Württemberg für pädagogisches Personal (Selbstschutz):
http://www.kindergaerten-in-aktion.de/gesundheit-fuer-paedagogische-fachkraefte/gesundheitsschutz/hautschutz/sonnenschutz  

Weitere Informationen finden Sie nachfolgend aufgeführt:

Sommerhitze - Was tun?

Hitzeknigge (Umweltbundesamt)

Informationen zu sommerlicher Hitze

Hitzewarnung Deutscher Wetterdienst

Landratsamt Rottweil