Auf mehreren Flächen im Landkreis schaffen Wasserbüffel neue Lebensräume für viele andere Tier- und Pflanzenarten.
Eine Wasserbüffelbeweidung, besonders auf besonders für Feuchtgebiete, Moorresten oder Überschwemmungswiesen, lässt ein strukturreiches, abwechslungsreiches Vegetationsmosaik entstehen. Durch ihr Fressverhalten öffnen sie monotone, hochwüchsige oder artenarme Pflanzengesellschaften, schaffen Trittstellen, Suhlen und Kleingewässer und halten durch ihre Aktivität Feuchtflächen, Ufer, Gräben und Schilfflächen offen. Die Offenhaltung verhindert auch die Verbuschung und fördert so Lebensräume für Licht- und Wärme liebende Arten. Unterschiedlich intensiv beweidete Teilflächen bieten Rückzugsräume für viele Tiergruppen, insbesondere Insekten und Vögel.
Hier eine Auswahl an Arten, die von den geschaffenen Strukturen profitieren:
Amphibien: Arten wie Gelbbauchunke, Grasfrosch, Kammmolch und Teichmolch profitieren stark von neu angelegten, zeitweise wasserführenden Kleingewässern und Suhlen, die als Laich- und Entwicklungsstätten dienen.
Vögel: Offenflächen und strukturreiche Weiden sind für Wiesenbrüter wie Kiebitz, Großer Brachvogel, Neuntöter, Gartenrotschwanz und andere Vogelarten attraktiv, die auf ein reiches Nahrungsangebot (Insekten, Amphibien) und offene Brutplätze angewiesen sind.
Insekten: Viele Insekten (Libellen, Heuschrecken, Käfer) profitieren von feuchten Pionierstandorten sowie den offenen Bodenstellen, die durch den Tritt und die Suhlen der Wasserbüffel entstehen.
Pflanzen: Konkurrenzschwache, lichtliebende Arten wie seltene Seggen, Sumpfdotterblume, Sumpf-Vergissmeinnicht oder Pionierarten wassergebundener Standorte profitieren davon, dass dominante Binsen, Schilf oder Sträucher zurückgedrängt und offene Bodenstellen geschaffen werden.